Schlagwort-Archiv Ohrwurm

VonDer Redakteur

Hallo ich bin’s, der Ohrwurm

Habt’s es schon g’hört? Bestimmt, gell? Ganz sicher! Wahlen sind!

Mei, was da schon alles rauskommen ist. Anders g’sagt: Wer da scho alles reingekommen ist und für Affären gesorgt hat. Da ist mal einer mit einem Koffer voller Spendengelder durch die Republik gereist, wollte nicht sagen, wo er ihn her hat und ist ungestraft geblieben. In Bayern hat die Amigo-Affäre Einiges ans Tageslicht gebracht – Etliche Abgeordnete hatten sich damals mit Gehältern für Familienangehörige bereichert. Und dann war da mal ein Miesbacher Landrat, der gerne Geburtstag gefeiert hat auf Kosten der Sparkasse und sich ein nettes Eigenheim gebaut – schwarz! Wahrscheinlich hat er gedacht, das muss so sein, wenn man bei der CSU ist. Jaja, die inneren Werte verschieben sich leicht, wenn man mal an der „großen“ Macht geschnuppert hat.

Kommunalwahlen sind so a bisserl wie der DFB-Pokal

Aber jetzt sind es ja die Kommunalwahlen. Kommunalwahlen sind so a bisserl wie DFB-Pokal. Der hat ja bekanntlich seine eigenen Gesetze. Auf kommunaler Ebene soll man das Parteiliche außen vorlassen. In der Gemeinde geht es um die Sache. Wirklich?

Im Finsinger Gemeinderat sitzt ein strafrechtlich verurteilter Straftäter, der no ned amoi a rotes Nummernschild bekommt und auch keine gaststättenrechtliche Genehmigung, wenn er‘s braucht. Und der wird aller Wahrscheinlichkeit nach wieder in den Gemeinderat einziehen. Braucht‘s denn des?

Braucht es so was hier in Finsing?

In Bayern werden über 39.000 Mandatsträger für die nächste Wahlperiode gesucht. Das sind viele Leute und eine Herausforderung. Aber braucht es so was hier in Finsing?!

Schon seltsam, dass die Demokratie trotzdem noch funktioniert und sie wird auch weiter funktionieren, wenn… Ja, wenn es einen Gemeinderat gibt, der vernünftig und gemeinsam handelt in der Sache, und keiner der Mandatsträger jemanden diffamiert, wie in der Vergangenheit schon geschehen.

Ihr habt die Wahl!

Euer Ohrwurm
(HG)

VonDer Redakteur

Wählt Finsinger in den Kreistag!

Eine einzige Vertreterin aus Finsing, Gertrud Eichinger, im Kreistag und das bei 60 Mitgliedern – reicht das aus? Auf keinen Fall!

Für viele ist der Kreistag eher wenig präsent. Aber dort werden wichtige Entscheidungen für uns getroffen und das im Gesamtvolumen von 300 Millionen Euro im Jahr 2026. Wir als Finsinger profitieren zwar einerseits von Leistungen mit, müssen diese aber auch durch die Kreisumlage mitfinanzieren.

Was das bedeutet, ist im Folgenden kurz ausgeführt:

Einnahmen

Seine Einnahmen bekommt der Kreis neben Zuschüssen vor allem durch die verpflichtende Kreisumlage aus den Steuereinnahmen der Gemeinden und Städte. Diese Zwangsumlage wurde in den letzten Jahren auf über 53% unserer frei verfügbaren Mittel hochgesetzt. Eine Obergrenze? Gibt es nicht. Vielen Gemeinden geht hier die Luft aus. Und nur mit Kniffen (Auflösung von Rücklagen, neue hohe Kredite) gelingt dem Landkreis überhaupt noch, nicht weiter zu erhöhen. Das ist keine Dauerlösung. In der Gemeinde merken wir, dass Geld für eigene Investitionen fehlt. Kein Wunder, dass der Ärger über die Rekordabgabe allgemein steigt, viele Städte und Gemeinden können das gar nicht mehr leisten.

Doch muss das so sein, weil damit die dringend notwendigen Aufgaben und Investitionen in bester Weise erledigt werden? Bei vielem ja, aber es gibt Zweifel.

Ausgaben

  • Zugewiesene Aufgaben von oben:
    Alle Landkreise klagen zurecht, dass vom Bund immer mehr Aufgaben übertragen werden, ohne die Gelder hierfür zu bekommen. Sehr ärgerlich. Und die Landkreise, Städte und Gemeinden protestieren massiv dagegen.
  • Verwaltung:
    Aus der Tradition mit hohem Personalkostenaufwand. Doch nutzen wir hier im Landkreis schon effizient neue digitale Möglichkeiten? Da gibt es Handlungsbedarf.
  • Wichtige Aufgaben:
    Da wäre beispielsweise der öffentliche Nahverkehr und das Krankenhaus zu nennen. Beide notwendig, aber kein „Wünsch Dir was Konzert“ ohne Rücksicht auf die Kosten. Allein die Defizite vom Krankenhaus sind für circa 5% der Kreisumlage verantwortlich. Da sollte durch Kooperation mit den Kliniken der Nachbarlandkreise deutlich reduziert werden. Warum wird eine solche hinausgezögert?
  • Investitionen:
    Da sehen wir leider das Gegenteil, weil das Geld nicht reicht, wird hier gespart, nicht erst seit heute. Kein zukunftsfähiges Konzept.

Helfen Sie mit die Interessen der Gemeinde im Kreistag einzubringen!

Helfen Sie mit, damit unsere Gemeinde mit besserer Präsenz und mutigen Vertreterinnen und Vertretern im Kreistag mitentscheiden kann! Unsere Verbindung hat dafür vier Kandidaten aufgestellt: Auf der Liste der SPD und Parteifreien stehen Gertrud Eichinger (Platz 3), Manuela Schulze (Platz 19), Dr. Marcus Kleiner (Platz 36) und Martin Huber (Platz 55). Gerne weisen wir auch auf die Kandidaten von CSU, Freien Wähler Finsing und der Grünen hin.

Wählen Sie gezielt Finsinger Kandidatinnen und Kandidaten!

Marcus Kleiner, Parteifrei


Mehr zu unseren Kreistagskandidaten

VonDer Redakteur

Tennetleitung – jetzt kommt die entscheidende Phase

750 Unterschriften zum Beibehalt der bestehenden Trasse

Unsere 750 Unterschriften zum Beibehalt der bestehenden Trasse und gegen eine Schädigung des Finsinger Bannwaldes sind an die Gemeinde und den Bürgermeister gegangen, verbunden mit Dank für Ihre Unterstützung, liebe Leserinnen und Leser, sowie die von Vertretern aller Gruppierungen aus dem Gemeinderat.

Nun können die Listen den Einspruch der Gemeinde hinsichtlich der Planungsunterlagen der Tennet unterstützen. Zugleich werden wir auch selbst aktiv werden: Die entsprechenden Vertreterinnen und Vertreter der politischen Parteien im Landtag, die die Änderung der Trasse zulasten des Bannwaldes im Petitionsausschuss unterstützten, wurden angeschrieben und auf ihre Versäumnisse und Fehler in der einseitigen Entscheidungsfindung aufmerksam gemacht. Dort hüllt man sich lieber in Schweigen.

Die Presse hat erneut berichtet: dieses Mal mit der Überschrift, ob die Gelbbauchunke, also der Umweltschutz, die neue Trassenplanung revidieren könne. Hier ist Bewegung in die Sache gekommen, denn die Tennet überlegt jetzt Schutzmaßnahmen. Wir haben da eine einfache Lösung: Beibehaltung der bestehenden Trasse, ohne weitere Schäden zu verursachen.

Inzwischen hat sich die Tennet bei mir gemeldet und sich für die lange Funkstille entschuldigt. Sie bot für den 15. Januar 2026 ein Gespräch an, das ich mit anderen zusammen selbstverständlich wahrnehme. Die Bundesregierung will den Netzausbau beschleunigen und die Kosten dabei reduzieren. Auch dazu gilt unser Argument: Die Leitung bleibt, wo sie ist, so wie das Tennet schon zu Beginn als die richtige Lösung unter Abwägung aller Argumente und Gesichtspunkte begründet hat. Schnelle Umsetzung, kein Eingriff in die Umwelt, Kostenersparnis durch Verzicht auf Planung und Errichtung einer neuen Trasse waren und sind die Argumente. Warum sollen die nicht gelten?

Rückmeldefrist für Einwendungen

Ab dem 8. Januar 2026 können die von der Tennet eingereichten Dokumente für einen Monat elektronisch eingesehen und bis zum 23. Februar 2026 Einwendungen an die Regierung von Oberbayern als zuständige Stelle vorgebracht werden. Das werden wir tun und bitten gerade die direkt Betroffenen, in ihrem Interesse ebenfalls tätig zu werden.

Marcus Kleiner, Parteifrei


VonDer Redakteur

Finsing leben: Miteinander. Offen. Mutig.

Gemeinsame Liste von SPD und Parteifreien

Neben der „Freien Wählergruppe Finsing“, der „Wählergruppe Neufinsing“ und der „Wählergruppe Eicherloh-Finsinger Moos“ gibt es nun noch eine parteiunabhängige Gruppierung die sich einfach „Parteifreie“ nennt. War das wirklich nötig? Ja, unbedingt! Denn die „Parteifreien“ stehen für das gesamte Gemeindegebiet Finsing. Sie vertreten die Anliegen aller Ortsteile gleichermaßen, ebenso wie Kandidatinnen und Kandidaten der SPD. Deshalb ist eine gemeinsame Liste der logische Schritt. So sind auf dieser Liste auch Bewohner:Innen aller Ortsteile vertreten.

Miteinander für ein lebendiges Finsing.

Schon in der Vergangenheit haben SPD und Parteifreie aktiv und effektiv zusammengearbeitet. So wurden durch ihre Anträge zum Beispiel:

  • die kommunale Wärmeplanung mit maximaler Förderung angestoßen
  • das Ortsschild am Steinfeld verwirklicht und damit eine Geschwindigkeitsbegrenzung zur Erhöhung der Verkehrssicherheit erreicht
  • die Anschaffung eines Treppensteigers für mehr Barrierefreiheit  (u.a. im Bürgerhaus Eicherloh) in den Gemeinderat eingebracht

SPD und Parteifreie sind stolz, dass sie eine Bürgermeisterkandidatin nominieren konnten, die dieses Miteinander unterstützt. Durch ein, von Gertrud Eichinger angestoßenes, Ratsbegehren konnte der Supermarkt im Ortszentrum Neufinsing verwirklicht werden, durch ihre Beharrlichkeit im Kreistag wurde erreicht, dass endlich (nach rund 20(!) Jahren) eine größere Fläche aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen wurde und so das neue Baugebiet in Eicherloh umgesetzt werden kann, und ihre Unterstützung der Unterschriftenaktion gegen die Tennet-Leitung durch den Finsinger Bannwald zeigt ihre starke Verbundenheit mit Finsing. SPD und Parteifreie wünschen sich ein lebendiges Finsing, das offen und mutig auf die Herausforderungen der kommenden Legislaturperiode zugeht.

Karola Eibl

VonJosef Eichinger

Finsinger Ohrwurm Ausgabe Januar 2026

Inhalte dieser Ausgabe:

  • Gemeinderatskandidaten von SPD und Parteifreien
  • Kreistag! – Gertrud Eichinger und Marcus Kleiner, Manuela Schulze, Martin Huber
  • Tennetleitung – Jetzt kommt die entscheidende Phase – Bericht von Marcus Kleiner
  • Hallo! Ich bins, der Ohrwurm – Kollumne von Heiner Grönwald
  • Trauer um unseren Freund und Gründer, Erwin Hetz
  • Termie der Ortsgespräche von Bürgermeisterkandidatin Gertrud Eichinger

 

 

 

VonDer Redakteur

Was braucht Finsing, um lebendig und zukunftsfähig zu bleiben?

Die nächsten Kommunalwahlen stehen an, und die Bürgerinnen und Bürger dürfen am 8. März 2026 ein neues Gemeinderatsgremium und ein neues Gemeindeoberhaupt wählen.

Gute Rahmenbedingungen für ein gutes, gesundes Miteinander

Die gute Nachricht vorweg: Wir haben hier in Finsing insgesamt eine gute, bisweilen sehr gute Infrastruktur mit unserer Schule, den Kindertageseinrichtungen, den gemeindlichen Einrichtungen für Vereine, Sport oder die Bücherei, die Ortsmitte, das Gewerbegebiet.

Hinter all diesen Maßnahmen muss in meinen Augen eine Zielrichtung stehen: für was und für wen tun wir das?

Für einen leicht handhabbaren Alltag mit Einkaufen, Gesundheit, Besorgungen, für genau die richtig passenden Bildungs- und Betätigungsmöglichkeiten unserer Kinder und Jugendlichen, für einen wohltuenden Ausgleich in Sport und Kultur – eben für ein gutes und sicheres Daheimsein und ein wertschätzendes Miteinander mit Freunden und Nachbarn. Hört sich simpel an, ist es aber selten.

Die Gemeinde aus allen Blickwinkeln betrachten

Alter, Wohnumfeld, Familienstand, aber auch ganz persönliche Notwendigkeiten und Interessen machen unterschiedliche Rahmenbedingungen erforderlich. Mir ist wichtig, einem möglichst großen Kreis gerecht zu werden und im besten Fall Nutzen für mehrere Gruppen zu schaffen. Das bedeutet viel miteinander sprechen, unterschiedliche Blickwinkel einnehmen und gemeinsam mit Gemeinderat und Verwaltung ausbalancierte und finanzierbare Lösungen zu entwickeln.

Gertruds Stationen im Gemeinderat:

  • Seniorenreferentin (seit 2020),
  • Jugendreferentin (2008 bis 2020).
  • Mitglied: Finanzausschuss,
  • Rechnungsprüfungsausschuss (seit 2014 Vorsitzende),
  • Planungsausschuss,
  • Ausschuss für Familie und Kultur,
  • Bauausschuss. Ortsmitte Neufinsing seit 2008 politisch mitgestaltet. 2010 bis 2012 AG „Friedhof Neufinsing“.
  • Betreuung Adventsmarkt seit 2008 bis heute 2025.
  • Von 2014 bis 2020 Dritte Bürgermeisterin

Da bring ich viel Erfahrung aus dem Finanz- und dem Rechnungsprüfungsausschuss mit.“

Schwerpunkte

Aus den vergangenen Jahren ergeben sich schon einige große Maßnahmen für die kommende Periode: die Sanierung des Kindergartens Am Park in Eicherloh, die Regenwasserkanalisation in Finsing, der Radweg am Kirchenweg, um die wichtigsten zu nennen.

Darüber hinaus sehe ich als wichtige Aufgaben, zu denen wir Antworten finden müssen:

  • Möglichkeiten für Wohnraum schaffen, den sich Jung und Alt auch leisten können.
  • Mehr unterschiedliche Angebote für Jugendliche, damit jede und jeder etwas für sich in unserer Region finden kann. Deshalb macht z. B. ein Jugendforum Sinn.
  • für das Vereinsheim bzw. Bürgerhaus im Gebiet Sport in Neufinsing muss endlich eine Entscheidung gefällt werden.

Grundsätzliche Kriterien

Bei allen Vorhaben stehen für mich Bei allen Vorhaben stehen für mich auch immer Barrierefreiheit, Energieeffizienz, Umweltschutz und Klimafreundlichkeit als Kriterien im Fokus. Schließlich leben wir nicht nur im Hier und Jetzt.
Damit das auch langfristig gelingt, braucht’s viel Kommunikation: Miteinander reden z. B. in Bürgersprechstunden, transparente Darstellung der Entscheidungsfindung und mehr
Bürgerbeteiligung. Das ist mein Weg, miteinander umzugehen. Das ist meine Essenz aus rund 20 Jahren
Kommunalpolitik in Finsing und dem Landkreis Erding.

Sind das auch Ihre Kriterien für eine gute Bürgermeisterin oder einen guten Bürgermeister?

SPD und Parteifreie Finsing sehen in mir eine sehr geeignete Kandidatin für das höchste Amt der Gemeinde, was mich mit großem Dank erfüllt. Gespräche mit vielen, vielen Menschen während der vergangenen Monate haben mich in diesem Entschluss bekräftigt. Denn es ist für mich ein inspirierendes Ziel, gemeinschaftlich an einem Finsing zu arbeiten, das stark bleibt – und menschlich.

Ihre Gertrud Eichinger

VonJosef Eichinger

Finsinger Ohrwurm Ausgabe Oktober 2025

Die aktuelle Ausgabe ist im Zeichen des Kommunalwahlkampfs.

  • Was braucht Finsing, um lebendig und zukunftsfähig zu bleiben?
  • Kreisrätin Gertrud Eichinger im Gespräch mit Karola Eibl
  • Aktuelles zur Aktion „Nein zur Tennetleitung durch den Finsinger Bannwald“
  • Zusammenfassung unserer Aktion „Wie könnte man diese Strasse nennen?“
  • Zehn Jahre Flüchtlingshilfe in Finsing
  • Servus, ich bins – der Ohrwurm

Zur Wahl stehen 16 Gemeinderäte und Rätinnen, Kreisräte und Rätinnen sowie ein neue neue Bürgermeisterin für Finsing.

Wie immer freut sich das Redaktionsteam um Rückmeldungen, denn sie sind der Pfeffer und das Salz das den Ohrwurm besser macht.

VonKarola Eibl

Von Aufgaben und Problemen – Die Kreisrätin Gertrud Eichinger in Gespräch mit Karola Eibl

Es gibt keine Probleme, nur Aufgaben, heißt es so schön. Aber versuchen Sie mal den Wahlzettel für den Kreistag in der Wahlkabine auseinanderzufalten. Da wird aus der Aufgabe doch ganz schnell ein Problem. So viele Kandidatinnen und Kandidaten, die man alle einzeln wählen kann. Ganz schön schwierig. Und – ganz ehrlich – wer weiß schon, was der Kreistag so alles macht?

Fragen wir doch einfach bei Gertrud Eichinger nach, unserer langjährigen Finsinger Kreisrätin

Gertrud, kannst du ganz kurz und knapp erklären, was der Kreistag eigentlich ist?

Ganz einfach: Die Volksvertretung des Landkreises, in unserem Fall also des Landkreises Erding. Der Kreistag bildet die zweite kommunalpolitische Ebene. Hier werden Aufgaben übernommen, die die einzelnen Gemeinden nicht bewältigen könnten.

Welche Aufgaben sind das? Kannst du uns Beispiele nennen?

Der Kreistag beschäftigt sich mit Fragen wie z.B.: Wollen wir ein Krankenhaus in gut erreichbarer Nähe? Sollen unsere Kinder gute weiterführende Schulen besuchen können? Und mit Bussen dort hin- und zurück gebracht werden? Wird unser Müll passend entsorgt? All das wird von ehrenamtlichen Kreisrätinnen und Kreisräten politisch beraten und entschieden

  • Gertrud Eichinger war in den bisherigen drei Perioden in folgenden Ausschüssen ordentliches Mitglied:
  • Bildungs-Ausschuss, Kreisausschuss,
  • Ausschuss für Klima, Natur, Struktur, Umwelt und Verkehr,
  • stellvertretend im Krankenhaus-Ausschuss und Rechnungsprüfungsausschuss.
  • 2014 bis 2020 weitere Stellvertretende Landrätin

Und um die Finanzierung all der Dinge kümmert sich dann der Landrat als Geschäftsführer?

Ja, schön wär’s. Ganz so einfach ist es nicht. Die Finanzierung muss natürlich VOR der Entscheidung von den Kreisräten und Kreisrätinnen mit bedacht und beraten werden.

Ach ja, die Kreisumlage …

Genau, die war ja auch schon mal Thema im „Ohrwurm“. Und es stimmt, die Kreisumlage ist hier im Landkreis mit über 53% nicht gerade niedrig. Das ist das Geld, das die einzelnen Städte und Gemeinden an den Landkreis zur Bewältigung all der Aufgaben, die ich vorher genannt habe, bezahlen.

Puh, ist wirklich heftig. Die Gemeinden haben ja auch noch ihre kommunalen Aufgaben zu erfüllen.

So ist es. Deshalb spielen bei den Beratungen im Kreistag immer Einsparmöglichkeiten eine wichtige Rolle.

Konkret?

Konkret muss z.B. darüber beraten werden, ob im Erdinger Krankenhaus evtl. Abteilungen mit Freising oder Ebersberg zusammengelegt werden können. Oder beim ÖPNV, den wir grundsätzlich gerne vorantreiben wollen, müssen wir uns bei jeder Linie, die wir ausbauen, fragen, ob das auch finanzierbar ist, denn der Landkreis muss jedes Jahr ein millionenschweres Defizit gegenüber dem MVV ausgleichen.

Du sitzt jetzt schon seit 17 Jahren im Kreistag. Gibt es da etwas, wo du dich besonders für Finsing einsetzen konntest?

Was mich persönlich besonders freut, ist die Entwicklung für das neue Baugebiet in Eicherloh. Im Kreistag musste beschlossen werden, die Fläche aus dem bestehenden Landschaftsschutzgebiet zu nehmen, ein
langwieriger Prozess in meinem Ausschuss mit einigen Hürden. Und doch ist es mir gelungen, mit klaren Argumenten auch zögerliche Ratskollegen von der Sinnhaftigkeit des Baugebietes zu überzeugen. Einfach gut, wenn eine Gemeindebürgerin im Gremium direkt aus der Perspektive vor Ort berichten kann. Schließlich haben wir im Gemeinderat dieses Projekt schon seit rund 20 Jahren verfolgt – jetzt endlich kann es umgesetzt werden.

Es ist also schon gut, wenn wir eine Vertretung im Kreistag haben. Wirst du denn wieder kandidieren?

Ja, denn Kreisrätin sein, ist für mich ein ganz wichtiges Ehrenamt für Finsing. Und, weil alle Gemeinden
am liebsten direkt vertreten sein und mindestens einen der 60 Ratssitze ergattern möchten, muss der Stimmzettel zwangsläufig so groß sein. Die Aufgabe für die Wählerinnen und Wähler besteht darin, die Personen, die für die eigene Kommune von Bedeutung sein könnten, anzukreuzen. Die
Herausforderung ist nur die Handhabung mit dem Wahlzettel, aber auch das sollte zu schaffen sein.

Wir werden das hinkriegen und bedanken uns herzlich für deine Ausführungen

VonJosef Eichinger

Erstmalige Verleihung des Umweltpreises

Gut Ding will Weile haben

Wir gratulieren von Herzen Josef Höschl und Elisabeth Fuß, die stellvertretend für den Verein für
Gartenbau und Landschaftspflege den Umweltpreis erhielten. Der Obst- und Gartenbauverein steht
für das gemeinsame Engagement seiner Mitglieder zur Erhaltung und Weiterentwicklung unserer Kulturlandschaft.

Vor 16 Jahren übernahm Elisabeth Fuß den Vorsitz dieser Gemeinschaft, die Natur, Gesundheit und
aktives Miteinander ın den Mittelpunkt stellen, und leistete unverzichtbare Beiträge zum Gemeindeleben.
Wir, die SPD und Parteifreien Finsing, wollen außerdem Hr. Höschl ehren, durch dessen unermüdlichen Einsatz die Neuanlage, Pflanzung und Pflege der Streuobstwiese am Spielplatz Ziegler-/Lerchenweg, die Verjüngung der Obstbaumbestände im Pfarrgarten und verschiedener Privatgärten, erst möglich wurde. Unbestritten ein Beitrag zur Vergrößerung der notwendigen Biodiversität ım Gemeindegebiet und darüber hinaus.

Ein langer Weg vom Beschluss zur Verleihung

Wir erinnern uns. Der Umweltpreis wurde 2010 auf unseren Antrag hin, nahezu einstimmig vom Gemeinderat beschlossen. Das ist nun 15 Jahre her. Am 30.6.2024 beantragten wir wiederum die Vergabe des Umweltpreises der Gemeinde Finsing. Ein früherer Antrag auf die Verleihung des Umweltpreises wurde damals vom Gemeinderat auf Nimmerwiedersehen an das Landratsamt überstellt.
Umso mehr freut es uns, dass der derzeitige Gemeinderat den Wert eines Umweltpreises erkannt hat und die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereıins, vertreten durch zwei verdiente Gemeindebürger, damit auszeichnet.

Herzlichen Glückwunsch. Wir sind gespannt, wer nächstes Jahr nominiert wird.


Josef Eichinger

VonDer Redakteur

Spazierrunden für jung Gebliebene

„Mei, bei eich im Garten is aber schee“, beginnt so manches Gespräch über den Gartenzaun. Und Gabi
Kneißl hatte den neugierigen Zaungästen gleich ein paar frisch gepflückte Kirschen angeboten und etwas zu ihren Hühnern erzählt.
Seit nunmehr vier Jahren treffen sich Spazierfreudige alle zwei Wochen, um gemeinsam die Natur zu genießen und gesellige Stunden zu verbringen. Die Initiative, die zu Corona-Zeiten von mir als Seniorenreferentin ins Leben gerufen wurde, hat bereits über 100-mal stattgefunden und erfreut sich ungebrochener Beliebtheit.
Die Gruppe setzt sich aus einer bunten Mischung von Neuzugezogenen und Einheimischen zusammen, im Alter von 60 bis 91 Jahren. Bei jedem Wetter finden sich die Teilnehmenden zu einem Spaziergang zusammen, der je nach Bedarf eine halbe oder eine Stunde dauert. Doch am liebsten wird die gemeinsame Zeit durch eine gemütliche Einkehr bei Kaffee und Kuchen verlängert.

Spaziergänge mit interessanten Einblicken vor Ort

Die Spaziergänge sind gespickt mit interessanten Besichtigungen vor Ort. So wurden bereits Alpakas besucht, die Schreinerei Kufer besichtigt und Altbürgermeister Heini Krzizok führte durch die Kapelle.
Auch Bürgermeister Max Kressirer ließ es sich nicht nehmen, die Gruppe zu begrüßen.
Weitere Highlights waren Besuche bei der Feuerwehr, ım Rathaus-Archiv bei Ernst Bichlmeier und Christa Spitzweck, im Obstgarten Buchmann, auf der Landesgartenschau und der Badeweiher am Kirchenweg. Auch der Zehmerhof und der Koasa-Weiher standen schon auf dem Programm, sowie gemeinsam
Spielen mit den „Waldfüchsen“ in der Kindergarten-Naturgruppe.
Ein besonderer Dank geht an die Feuerwehr Finsing, die ihr Stüberl öffnet, sowle an Philli und Helga, die regelmäßig für Kaffee und Kuchen sorgen.

Unabhängig vom Grad der Mobilität ist jeder willkommen

Die gemeinsamen Spaziergänge bieten nicht nur die Möglichkeit, sich an der frischen Luft zu bewegen, sondern auch, neue Freundschaften zu knüpfen und zu pflegen. Besonders für Neuzugezogene ist es eine wunderbare Gelegenheit, ungezwungen Anschluss zu finden. Auch wer nicht mehr so gut zu Fuß ist, ist herzlich eingeladen, einfach nur zum „Kaffee-Ratsch““ zu kommen.

Die Spaziergänge für Senioren in Finsing und Neufinsing sind ein lebendiges Beispiel dafür, wıe aus einer
Notlage heraus eine bereichernde und nachhaltige Initiative entstehen kann. Sie zeigen, dass Bewegung an der frischen Luft und gesellige Stunden in Gemeinschaft doppelt so viel Spaß machen.


Gertrud Eichinger

VonDer Redakteur

Servus ich bin’s – der Ohrwurm

Ist das nicht schön? Ich liebe den Frühling.
Die Vögel zwitschern, zartes Grün lässt die Bäume leuchten und überall am Straßenrand bahnen sich bunte Blüten ihren Weg.
Herrlich.
Obwohl – beim genaueren Hinschauen zeigt sich, dass es nicht nur Blumen sind, die bunte Farbtupfer am
Straßenrand hinterlassen, sondern auch jede Menge Verpackungen. Der „Schachterlwirt“ lässt grüßen. Den
Schachterlwirt kennen Sie, oder? Das ist der mit dem goldenen M, der all seine Speisen und Getränke in
Schachterl verpackt. Praktisch ist das, einfach zum Mitnehmen und im Auto zu verspeisen.
Eins will mir dabei aber nicht in den Kopf: Die vollen Schachterl können im Auto transportiert werden, aber wenn sie dann leer sind? Warum dann nicht mehr? Es sieht jedenfalls so aus als müssten diese sofort und umgehend entsorgt werden. Fenster auf und raus damit!
Warum? Ist mitnehmen bis zum nächsten Abfalleimer wirklich so schwierig?
Das betrifft natürlich nicht nur die Verpackungen mit dem goldenen M, auch Alufolie, die mal Leberkassemmeln enthielt, glitzert in der Sonne; und Flaschen jeder Art, vom kleinen Feigling bis zur großen Wodkapulle ist alles zu finden.
Liebe Leut, das muss doch nicht sein. Denkt doch mal weiter. Wenn bei den Mäharbeiten dann alles zerhäckselt wird, landet es tiefer in der Erde, wird von Microorganismen aufgenommen und landet letztlich wieder auf dem Esstisch oder im Schachterl. Das will doch niemand.
Leit seid’s g’scheid und nehmts euern Dreck mit, damit der umweltfreundlich entsorgt werden
kann.
Und dann können wir alle das bunte Frühjahr umso mehr genießen!
Euer Ohrwurm
(Karola Eibl)

VonDer Redakteur

80 Jahre Frieden — Ein Garant für Demokratie?

Wir blicken auf 80 Jahre Frieden zurück — ein historisches Geschenk, zugleich Mahnung, nicht Garantie.
Denn gerade in den letzten Jahren wird deutlich: Frieden bedeutet nicht automatisch Stabilität und Demokratie ist nicht unverwundbar.
Mit dem Erstarken rechtsextremer Parteien wie der AfD, zunehmender Normalisierung völkischer und nationalistischer Rhetorik, stellt sich eine beunruhigende Frage: Haben wir aus der Geschichte wirklich gelernt?
Mangelnde Resilienz scheint sich breit gemacht zu haben und ein Gefühl des Misstrauens gegen „die da
oben“. Ein gewichtiger Grund für diese Entwicklung ist die Passivität der politischen Elite. Statt klare Kante zu zeigen stehen taktische Überlegungen und Angst vor Wählerverlust ım Vordergrund.
Und die naive Vorstellung, man könne mit den rechten auf Augenhöhe diskutieren. Die politische
Mitte hat mehr mit sich selbst zu tun, verstärkt durch die wirtschaftlichen und internationalen Widrigkeiten. Dadurch schwindet das Vertrauen in die Demokratie. Die Verteidiger der Demokratie
müssten laut sein, aber sie schweigen.

Frieden ist mehr als Abwesenheit von Krieg

Frieden ist Respekt vor jedem Menschen, Schutz von Minderheiten, ein friedliches Miteinander und vieles mehr.
Was jetzt nötig ist, ist kein „weiter so“, sondern ein Weckruf. Die politische Bildung muss renoviert werden. Unsere Erinnerungskultur darf nicht untergehen. Demokratie muss verteidigt werden. Und zwar nicht mit Sonntagsreden, sondern mit konkreten Maßnahmen. Mit konsequentem Vorgehen gegen verfassungsfeindliche Parteien welches in einem Parteienverbot endet.
Denn ein Ende des Friedens in Deutschland wäre das Letzte.

Heiner Grönwald

VonDer Redakteur

Tennet-Leitung: Das Sankt Florians Prinzip darf nicht siegen!

Die Tennet wollte aus nachvollziehbaren Gründen (vorhanden, geringere Kosten, schnellere Umsetzung) an der bestehenden Stromtrasse festhalten, was auch keine weitere Schädigung der Umwelt bewirkt (kein Eingriff in das Habitat Finsinger Bannwald, dadurch mögliche Gefährdung der Biodiversität von Pflanzen und Tieren und einer Beschädigung des Waldes als Wasserspeicher).
Das Vorgehen einiger Personen aus der Nachbargemeinde ist leider renitent. Bis in den Petitionsausschuss
des Landtages wurde Druck gemacht, um die Leitung ins Finsinger Holz zu verlegen. Klar brauche es eine neue Leitung wegen zunehmenden Strombedarfs, hören wir, aber doch nicht über Ottenhofener Fluren (das Gemeindesiedlungsgebiet ist weit von der Trasse entfernt). Die Tennet hat nun geprüft, ob die Leitung im Bannwald mit geringen Umweltschäden verlegt werden kann – und will das umsetzen! *
Nur durch Widerstand aus unserer Gemeinde kann das offensichtlich verhindert werden. Stoppen wir diesen Egoismus und das Sankt Florians Prinzip unserer Nachbarn. Unsere Waldfläche ist ein wichtiger Rückzugsort für Tiere und für Pflanzen und Wasserspeicher. Wie bedrohlich durch den Klimawandel die Hochwassergefährdung schon ist, haben wir in der Gemeinde letztes Jahr sehr augenscheinlich erlebt, als in Neufinsing eine Überschwemmung gerade noch vermieden werden konnte.

Der Wald selbst kann sich nicht wehren; den Schaden durch einen Eingriff tragen wir aber alle.
Melden Sie sich gerne, wenn auch Sie eine Initiative gegen die Finsinger Trasse unterstützen wollen.

Vielen Dank.
Marcus Kleiner


VonJosef Eichinger

Finsinger Ohrwurm Juni 2025.

Bald ist er fertig. Die aktuelle Ausgabe des Finsinger Ohrwurms.

Das Redaktionsteam hat wieder aktuelle Themen aufgegriffen die uns wichtig sind. Das Layout ist fast fertig und dann beginnt die Produktion.

Wenn jemand beim Verteilen an alle Haushalte helfen mag, ist er herzlich willkommen. Einfach eine E-Mail an Finsinger Ohrwurm Juni 2025.info@spd-parteifreie-finsing.de schicken.

Damit die Wartezeit nicht langweilig wird, hier der Link zu den bisherigen Ausgaben. https://www.spd-parteifreie-finsing.de/ohrwurm-reloaded/

Finsinger Ohrwurm Juni 2025.
VonDer Redakteur

Der neue Ohrwurm reloaded – Oktober 2024

Zum 3. Mal erscheint der Ohrwurm reloaded

Wie man es auch im Fernsehen kennt. Gute Sendungen werden schon vor der Ausstrahlung in der Mediathek bereit gestellt.

So machen wir es auch. Noch bevor der neue Ohrwurm reloaded in Eurem Briefkasten liegt, könnt Ihr die neue Der neue Ohrwurm reloaded - Oktober 2024 Ausgabe herunterladen. Als PDF ist es auch für die e-Book Gemeinde lesbar.

https://www.spd-parteifreie-finsing.de/wp-content/uploads/2024/10/Ohrwurm-Oktober-2024_web.pdf

Kurzer Abriss über den Inhalt

  1. Einheimischen günstigen Wohnraum verschaffen
  2. Servus, ich bins – der Ohrwurm
  3. Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Strasse Am Steinfeld
  4. Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es
  5. Blühstreifen schaffen Artenvielfalt auf Jahre
  6. Das ist das Letzte

Viel vergnügen bei der Lektüre

Bleiben Sie kritisch und fordernd.

Gebt uns Eure Rückmeldung. Ist er zu brav? Die Themen langweilig? Ihr kennt unsere Email-Adresse. Wenn nicht: Info@spd-parteifreie-finsing.de

Ihr Redaktionsteam vom Ohrwurm.